Sondermerkmale CC, SC, Major, Minor — die Klassifikation an einem Beispiel
Die Zeichnung kommt rein, an zwei Maßen hängt ein Dreieck, an einem ein „D". Im Lieferantenhandbuch desselben Kunden steht „SC", im Reklamationsformular steht „Major". Vier Kürzel — und die meisten behandeln sie wie eine einzige Liste. Sind sie aber nicht: Zwei davon klassifizieren das Merkmal auf der Zeichnung, zwei die Abweichung am Teil. Wer das verwechselt, prüft im Erstmusterprüfbericht das Falsche.
Warum es „Sondermerkmale" beim VDA gar nicht mehr heißt
Gesucht wird „Sondermerkmale" — der VDA nennt sie aber anders: Besondere Merkmale (BM). Und sie stehen nicht in Band 2, sondern in einem eigenen Band: „Besondere Merkmale (BM) — Prozessbeschreibung", 2., aktualisierte Auflage, April 2020 (VDA QMC Webshop, 50,00 € netto).
Im Produkttext des VDA steht ausdrücklich, dass die Begriffe „Wichtige Merkmale" und „Kritische Merkmale" durch „Besondere Merkmale" ersetzt wurden. Wer 2026 noch „kritische Merkmale" als VDA-Terminologie führt, arbeitet mit einem alten Sprachstand — in einem Audit eine unnötige Angriffsfläche.
Wichtig für die Einordnung: VDA Band 2 definiert die Besonderen Merkmale nicht — er verlangt sie im Bericht. Was ein BM ist und wie der Prozess dahinter aussieht, steht im BM-Band. Was davon in den Bericht muss, richtet sich nach dem, was du mit dem Kunden vereinbart hast — dazu mehr in den Pflichtinhalten im EMPB.
Die Definition, die dir die halbe Diskussion erspart
Das VDA-QMC-Glossar definiert Besondere Merkmale in einem Satz, der in der Praxis mehr wert ist als drei Seiten Systematik:
Der zweite Halbsatz ist der Filter. Ein enges Maß, das dein Prozess ohnehin sicher hält, das im Regelkreis steht und an der Maschine mitläuft, ist deshalb noch kein Besonderes Merkmal. BM ist die Kategorie für das, was zusätzlich Aufmerksamkeit braucht, weil es sonst durchrutschen würde.
Die zweite, inhaltliche Definition steht wortgleich im VDA-Glossar und in der IATF 16949 (Abs. 8.3.3.3): Besondere Merkmale sind Produktmerkmale oder Produktionsprozessparameter, die Auswirkungen auf die Sicherheit oder Einhaltung behördlicher Vorschriften, die Passform, die Funktion, die Leistung oder die weitere Verarbeitung des Produktes haben können.
Beachte, dass dort auch Prozessparameter stehen: Ein Besonderes Merkmal muss kein Maß sein. Anlasstemperatur, Vorschub beim Feinschlichten, Haltezeit beim Fügen — all das kann als BM gekennzeichnet werden.
Und ein Satz aus der Praxis: Wer alles zum Besonderen Merkmal erklärt, macht am Ende nichts richtig. Vierzig gekennzeichnete Merkmale bedeuten vierzig Fähigkeitsnachweise, die niemand ernsthaft führt.
BM S, BM Z, BM F — die VDA-Systematik
Nach der verbreiteten VDA-Systematik werden Besondere Merkmale in drei Kategorien geteilt. Die Übersicht stützt sich auf zwei unabhängige Fachquellen (SMCT Management und das QUALITY©-Lexikon) — den kostenpflichtigen VDA-Originaltext habe ich nicht gelesen. Deshalb „nach VDA-Systematik", nicht als Zitat.
| Kategorie | Was gemeint ist | Beispiel am Drehteil | Dokumentationspflichtig? |
|---|---|---|---|
| BM S Sicherheit |
Ausfall gefährdet direkt Leib und Leben (Bremsversagen, Lenkungsausfall) | Sicherungsnut, deren Versagen ein Lösen der Baugruppe zulässt | ja |
| BM Z Zulassung / Gesetz |
Gesetzlich vorgeschrieben zum Zeitpunkt der Markteinführung — Homologation, Emission, Recycling | Stoffnachweis, der in die Zulassungsdokumentation eingeht | ja |
| BM F Funktion |
Form, Passung, Toleranzen, fertigungskritische Merkmale mit hoher wirtschaftlicher Folge | Lagersitz h6, Rundlauf zur Bezugsachse | nein |
Der entscheidende Punkt steht in der letzten Spalte, und er erklärt, warum um die Einstufung so verbissen gerungen wird: An S und Z hängt die Dokumentationspflicht — und damit die Archivierung. Für dokumentationspflichtige Merkmale gelten mindestens 15 Jahre nach der letzten Lieferung, geschützt gegen Feuer, Wasser und unbefugten Zugriff; eine Datenbank ohne Schutz gegen nachträgliche Änderung reicht dafür nicht. Je nach Kunde werden für BM S und BM Z auch 30 Jahre gefordert, für BM F teils nur 10.
Ein BM F zieht diese Kette also nicht automatisch nach sich. Die Frage „ist das jetzt F oder S?" ist damit keine Formalie, sondern eine Entscheidung über fünfzehn Jahre Aufbewahrung.
CC und SC — was die englischen Kürzel meinen
CC und SC kommen aus der englischsprachigen Automotive-Welt und tauchen bei jedem international arbeitenden Kunden auf. Über mehrere unabhängige Fachquellen zur IATF 16949 sind die Definitionen konsistent:
Merkmale oder Prozessparameter mit Auswirkung auf Sicherheit oder die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Deckt sich inhaltlich mit BM S und BM Z; CC gilt als deren Teilmenge.
Merkmale oder Prozessparameter mit Auswirkung auf Passform, Funktion, Leistung, Dauerhaltbarkeit, Kundenzufriedenheit oder Weiterverarbeitung. Entspricht im Kern dem, was die VDA-Systematik als BM F führt.
Beide sind Unterklassen derselben Familie („Special Characteristics") und tauchen typischerweise an drei Stellen auf: in der Zeichnung, in der FMEA und im Produktionslenkungsplan (Control Plan). Trägt ein Merkmal in der Zeichnung ein Symbol, taucht im Control Plan aber nicht wieder auf, stimmt etwas nicht — eine der ersten Stellen, an denen ein Auditor nachsieht.
Die Symbole selbst sind herstellerabhängig. Dreiecke, Herzen, Rauten, eingekreiste Buchstaben — eine allgemeingültige Symboltabelle gibt es nicht. Verbindlich ist die CSR (Customer Specific Requirements) beziehungsweise das Lieferantenhandbuch deines Kunden. Wer aus einer Internet-Symboltabelle ableitet, was das Dreieck auf einer fremden Zeichnung bedeutet, rät.
D-Merkmal ist nicht dasselbe wie CC
Ein häufiger Denkfehler. Ein D-Merkmal (Dokumentationsmerkmal) ist „ein Produkt- oder Prozessmerkmal, das einer besonderen Nachweispflicht unterliegt" — meist als „D" im Kreis oder Dreieck gekennzeichnet, geregelt über VDA Band 1 und IATF 16949, in der Luftfahrt über EN 9100/AS 9100, in der Medizintechnik über ISO 13485.
Der Unterschied liegt in der Stoßrichtung: Das D-Merkmal zielt auf die Nachweispflicht, CC und SC zielen auf die Gefahrenabwehr. Ist jedes D-Merkmal sicherheitskritisch? „Nein, nicht zwangsläufig", sagt die Fachliteratur. Umgekehrt sind sicherheitsrelevante Merkmale aber fast immer auch dokumentationspflichtig — die Mengen überlappen weitgehend, deckungsgleich sind sie nicht.
Major und Minor gehören auf eine andere Achse
Hier löst sich die Verwirrung vom Anfang auf: Major und Minor sind gar keine Merkmalsklassen. Es sind Fehlerklassen — Hauptfehler und Nebenfehler — nach ISO 2859-1 und DIN 55350. Sie beschreiben nicht, wie wichtig ein Maß ist, sondern wie schwer eine festgestellte Abweichung wiegt.
| Fehlerklasse | Definition | Beispiel |
|---|---|---|
| Kritischer Fehler | Sicherheitskritische Abweichung durch Veränderung des Produkts oder teilweisen Funktionsausfall; hohe Fehlerfolgen | Sicherungsnut zu breit, Ring kann sich lösen |
| Hauptfehler (major defect) |
Nicht-kritischer Fehler mit mittelschweren Folgen — Produkt bleibt nutzbar, wesentliche Funktionen fallen spürbar ab | Lagersitz 8 µm über der oberen Grenze, Lager sitzt zu lose |
| Nebenfehler (minor defect) |
Unbedeutend, ohne wesentliche Folgen — Qualitätsminderung mit nur geringer Beeinträchtigung der Brauchbarkeit; oft Schönheitsfehler | Fase leicht ungleichmäßig, Riefe auf einer Freifläche |
Die Definitionen stammen wörtlich aus der Übersicht zur Fehlerklassifizierung, die ISO 2859-1 und DIN 55350 als Grundlage nennt. Die Abgrenzung zwischen Merkmals- und Fehlerklassifizierung ist meine Einordnung, kein Normzitat.
Zusammen hängen die beiden Achsen trotzdem: An einem CC ist praktisch jede Überschreitung ein kritischer Fehler, dasselbe Zehntel an einem Freimaß aus der Allgemeintoleranz ein Nebenfehler. Die Merkmalsklasse bestimmt die Skala, auf der die Abweichung bewertet wird — sie ist aber nicht die Bewertung selbst.
Wo Major und Minor real auftauchen: in AQL-Stichprobenplänen, in der Reklamationsbewertung, in der Wareneingangsprüfung. Nicht als Merkmalskennzeichnung auf der Zeichnung. Steht in einem Erstmusterprüfbericht in der Spalte „Merkmalsklasse" ein „Major", ist das die falsche Kategorie an der falschen Stelle.
Beispiel: eine Drehteil-Welle konkret klassifiziert
Nehmen wir die Welle aus dem ausgefüllten Beispiel-EMPB — Getriebe-Antriebswelle WLE-40-380, C45 vergütet, 380 mm, zwei h6-Lagersitze, Rundlauf 0,01, Ra 0,8, Gewinde M24×2. Dort war kein Merkmal gekennzeichnet. Jetzt spielen wir durch, was passiert, wenn der Kunde drei Merkmale kennzeichnet.
| Merkmal auf der Zeichnung | Beispiel-Einstufung | Begründung | Folge für EMPB und Prüfung |
|---|---|---|---|
| Ø40 h6 Lagersitz A (0/−0,016) |
SC / BM F | Passung zum Kugellager; zu lose = Wandern des Innenrings, zu fest = Vorspannung | Fähigkeitsnachweis statt Einzelwert; Messmittel muss 16 µm sicher auflösen |
| Rundlauf 0,01 zu A–B | SC / BM F | Wirkt auf Laufruhe und Schwingungsverhalten im Getriebe | Fähigkeitsnachweis; hier ist der Messprozess der kritische Teil, nicht die Fertigung |
| Gewinde M24×2-6g | CC / BM S — nur wenn die Verschraubung die Baugruppe axial sichert | Sicherungsfunktion; Versagen führt zum Funktionsausfall mit Gefährdung | Dokumentationspflicht, lange Archivierung — und ein Sonderfall, siehe unten |
| Werkstoff C45 / 1.0503 | BM Z, wenn der Kunde ihn für Zulassung oder Stoffnachweis führt | Geht in Homologations- und Recyclingnachweise ein | 3.1-Zeugnis nach EN 10204 plus IMDS; Pflicht hängt am Nachweis, nicht am Messwert |
| Ø30 ±0,2 (ISO 2768-m) |
keine Klasse | Freimaß aus der Allgemeintoleranz im Schriftfeld | Einzelwert im EMPB reicht; eine Abweichung wäre ein Nebenfehler |
| Ra 0,8 max | keine Klasse (in diesem Beispiel) | Relevant, aber vom Prozess sicher gehalten — greift der Filter „nicht bereits über andere Prozesse geregelt" | Einzelwert, Tastschnittgerät, fertig |
Der Sonderfall beim Gewinde ist lehrreich: Geprüft wird mit Gut-/Ausschuss-Lehre, und aus einer attributiven Prüfung entsteht kein Cpk. Ist ein solches Merkmal als CC gekennzeichnet, lässt sich die geforderte Fähigkeit gar nicht rechnerisch nachweisen — dann bleibt die 100-%-Lehrung plus ein abgesicherter Prozess (Werkzeugstandzeit, Schnittdaten, Lehrenintervalle). Das gehört in die Abstimmung mit dem Kunden, bevor du das Erstmuster fertigst.
Unabhängig von jeder Klasse gilt: Das Urteil i.O./n.i.O. ergibt sich aus dem Istwert gegen die Toleranz, nicht aus der Merkmalsklasse. Die Klasse ändert die Konsequenzen — nicht die Bewertung.
Was sich am EMPB ändert, sobald ein Maß CC oder SC ist
Das ist die Frage, die für den Fertiger zählt. Fünf Dinge ändern sich:
1. Der Einzelwert reicht nicht mehr
Bei einem normalen Maß trägst du den Istwert ein, fertig. Bei einem Besonderen Merkmal will der Kunde wissen, ob dein Prozess das Maß hält — also einen Fähigkeitsnachweis. Als Richtwert nennen mehrere Fachquellen einen Cpk- oder Ppk-Wert von 1,67 oder höher. Der oft zitierte Wert 1,33 für normale Merkmale ist ein branchenüblicher Faustwert, kein Normzitat — beide Zahlen stehen letztlich in der Kundenvorgabe.
2. Das Messmittel muss mitspielen
Das VDA-Glossar nennt neben dem BM-Band ausdrücklich VDA Band 5 „Mess- und Prüfprozesse" (3., überarbeitete Auflage, Juli 2021). Der Gedanke: Bei einem Merkmal, das auf 16 µm toleriert ist, entscheidet der Messprozess mit darüber, ob dein Cpk überhaupt etwas bedeutet. Messprozesseignung gehört bei Besonderen Merkmalen also mit auf die Liste.
3. Der Stichprobenumfang steigt
Statt drei Erstmusterteilen brauchst du eine Serie — üblich sind 25, 50 oder 125 Teile. Das sind Praxiswerte aus Kundenvorgaben, keine allgemeingültige Regel.
4. Die Archivierung verlängert sich
Bei dokumentationspflichtigen Merkmalen mindestens 15 Jahre nach der letzten Lieferung, geschützt gelagert — und zwar nicht nur der Bericht, sondern die Rohdaten dahinter.
5. Die Klasse gehört in die Merkmalszeile
Eigene Spalte im Prüfbericht, direkt bei Nummer, Soll und Ist. Der Prüfer beim Kunden soll ohne Rückfrage sehen, welches der 33 Maße das gekennzeichnete ist. Steht die Klasse nur in einer Fußnote, wird sie überlesen.
Die Umwandlungstabelle, die in den meisten Betrieben fehlt
Weil die Symbole kundenspezifisch sind, brauchst du intern eine Umwandlungstabelle, die jedes Kundensymbol auf deine eigene Klasse abbildet. Die Notwendigkeit wird in der Fachliteratur zu Besonderen Merkmalen ausdrücklich genannt — nur gebaut hat sie kaum jemand. Der Bauplan ist simpel: eine Zeile pro Kundensymbol, sieben Spalten.
| Spalte | Inhalt |
|---|---|
| Kunde | Wer verwendet dieses Symbol |
| Symbol auf der Zeichnung | Dreieck, Herz, D im Kreis, Raute … |
| Bezeichnung beim Kunden | Wie er es selbst nennt (CC, SC, D-Merkmal, S-Merkmal …) |
| Interne Klasse | Deine einheitliche Klasse — die einzige Spalte, nach der die Fertigung arbeitet |
| Geforderte Fähigkeit | Cpk/Ppk-Wert und Stichprobenumfang laut Kundenvorgabe |
| Prüfumfang | Stichprobe, SPC-Karte, 100-%-Lehrung, Messmittel |
| Archivierungsfrist | Aus der CSR — 10, 15 oder 30 Jahre |
Warum das trägt: Bei fünf Kunden hast du fünf Symbolsprachen, aber nur eine Fertigung. Der Einrichter an der Maschine kann nicht wissen, dass das Dreieck bei Kunde A etwas anderes bedeutet als bei Kunde B. Die Umwandlungstabelle ist die Übersetzungsschicht dazwischen.
Woher die Angaben kommen: aus dem Lieferantenregelwerk des jeweiligen Kunden. Beim VW-Konzern ist das die „Formel Q konkret", Revision 7, veröffentlicht am 25. April 2025 — sie ersetzt die Fassung von 2021 (Revision 6) und ist für alle aktiven und künftigen Konzernlieferanten verbindlich. Bei Bosch heißt das Regelwerk aktuell „Supplier Quality Requirements" (Edition 3, Februar 2025). Welche Kürzel dort gelten, steht in dem Dokument, das dein Einkauf hat — Codes, die ich nicht im Originaldokument gelesen habe, gebe ich hier bewusst nicht wieder. Und die im Netz kursierenden Formel-Q-PDFs von 2015 sind zwei Revisionen alt.
Praktischer Anschluss: Die Klasse gehört beim Ballonieren der Zeichnung gleich mit erfasst. Wer sie erst beim Ausfüllen des Berichts nachträgt, sucht die Symbole ein zweites Mal auf der Zeichnung zusammen — und übersieht dabei zuverlässig eines.
Die drei Fehler, die den EMPB kosten
Kundensymbol übersehen
Das Merkmal steht im Bericht, aber ohne Fähigkeitsnachweis — weil niemand bemerkt hat, dass ein Dreieck daran hing. Der Bericht ist formal unvollständig, der Kunde lehnt ab. Was dann zu tun ist, steht im Ablauf nach einem abgelehnten EMPB — teurer als jeder Fähigkeitsnachweis ist die Verzögerung der Serienfreigabe.
Selbst klassifiziert
Der Klassiker unter Zeitdruck: Der Fähigkeitsnachweis für ein CC fehlt, also wird das Merkmal im Bericht als SC geführt — dann reicht ja ein niedrigerer Cpk. Das ist keine Vereinfachung, sondern eine einseitige Änderung einer Kundenvorgabe. Ändern lässt sich die Klasse nur mit dokumentierter Abstimmung, und die kostet eine E-Mail, keine Woche.
Major/Minor mit CC/SC verwechselt
In der Spalte „Merkmalsklasse" steht eine Fehlerklasse. Das fällt oft monatelang nicht auf — bis der erste Reklamationsfall kommt: Der Kunde bewertet die Abweichung nach seiner Fehlerklassifizierung, dein Bericht sortiert Merkmale nach derselben Nomenklatur, und in der Diskussion redet jeder über etwas anderes.
Fazit
Zwei Achsen, ein Merksatz. Die Merkmalsklasse — CC, SC, BM S/Z/F, D-Merkmal — kommt vom Kunden und steht in der Zeichnung. Sie sagt, wie wichtig es ist, dass ein Maß stimmt. Die Fehlerklasse — kritisch, Major, Minor — kommt aus deinem Prüfplan nach ISO 2859-1 / DIN 55350. Sie sagt, wie schlimm es ist, dass ein Maß nicht stimmt. Beides gehört in einen sauberen QM-Prozess, aber nicht in dieselbe Spalte.
Drei Dinge, die sich auszahlen: Die Klasse beim Ballonieren gleich mitziehen, statt sie beim Ausfüllen zu suchen. Die Umwandlungstabelle einmal bauen — sie trägt danach jeden Kunden. Und die Einstufung nie selbst nach unten korrigieren, wenn der Nachweis fehlt; ein dokumentiertes Gespräch mit dem Kunden-SQE ist billiger als ein abgelehnter Bericht.
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