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Toleranz ISO 2768-m — was bedeutet das für meinen EMPB?

Auf der Zeichnung stehen 30 Maße, an keinem einzigen hängt eine Toleranz. Unten rechts im Schriftfeld steht „ISO 2768-m", und der Kunde will einen Erstmusterprüfbericht. Die zwei Fragen, die dann kommen: Welcher Zahlenwert gilt für mein Ø 20 — und muss ich diese Maße überhaupt messen? Antwort auf beides, plus ein Punkt, an dem sich in den nächsten Monaten etwas ändert.

„ISO 2768-m" im Schriftfeld — und jetzt?

Der Eintrag im Schriftfeld ist eine Abkürzung. Statt an jedes der 30 Maße ein ±0,2 zu schreiben, hat der Konstrukteur einmal auf eine Tabelle verwiesen. Für jedes Maß ohne eigene Toleranzangabe gilt damit ein Wert, der sich aus dem Nennmaß und der genannten Toleranzklasse ergibt.

Das ist die ganze Mechanik — und genau deshalb ist der häufigste Denkfehler so hartnäckig: Allgemeintoleranz heißt nicht „unwichtig". Ein Maß mit Allgemeintoleranz hat eine Toleranz wie jedes andere Maß auch. Sie steht nur woanders. Wenn dein Kunde einen vollständigen Messbericht will, ist das Ø 20 mit Allgemeintoleranz genauso ein Merkmal wie das Ø 40 h6 daneben.

Was der Schriftfeld-Eintrag nicht ersetzt: Er sagt nichts über Maße, die eine eigene Toleranz tragen (die schlägt immer), nichts über Passungskurzzeichen wie h6 oder H7, nichts über Form- und Lagetoleranzen, die einzeln eingetragen sind, und nichts über Oberflächenangaben. Die Allgemeintoleranz füllt nur die Lücken.

Was f, m, c und v bedeuten

ISO 2768-1 kennt für Längen- und Winkelmaße vier Toleranzklassen. Der Buchstabe hinter dem Bindestrich sagt, welche gilt:

Kurzzeichen Klasse Typischer Einsatz
f fein Präzisionsteile, feinbearbeitet
m mittel Standardfall im spanenden Maschinenbau
c grob Schweiß- und Blechkonstruktionen, Rohteile
v sehr grob Brennteile, Gussrohlinge

Die Einteilung in vier Klassen f/m/c/v ist über mehrere unabhängige Quellen deckungsgleich belegt (u. a. die Toleranztabellen-Übersicht bei Wikipedia). „m" ist der Fall, den du an der Drehmaschine oder am BAZ am häufigsten siehst — die Werte sind so gewählt, dass eine normale spanende Fertigung sie hält, ohne dass man etwas Besonderes tun muss.

Die Tabelle für Klasse m, Längenmaße

Das ist der Teil, den du für den EMPB tatsächlich brauchst. Die Toleranz hängt vom Nennmaßbereich ab, in den dein Maß fällt:

Nennmaßbereich Grenzabmaß Klasse m Beispiel
0,5 bis 3 mm± 0,10 mm2 → 1,90 … 2,10
über 3 bis 6 mm± 0,10 mm5 → 4,90 … 5,10
über 6 bis 30 mm± 0,20 mmØ 20 → 19,80 … 20,20
über 30 bis 120 mm± 0,30 mm45 → 44,70 … 45,30
über 120 bis 400 mm± 0,50 mm380 → 379,50 … 380,50
über 400 bis 1000 mm± 0,80 mm600 → 599,20 … 600,80
über 1000 bis 2000 mm± 1,20 mm1500 → 1498,80 … 1501,20
über 2000 bis 4000 mm± 2,00 mm3000 → 2998,00 … 3002,00

Diese acht Werte sind der stabilste Teil der ganzen Norm-Recherche: Drei voneinander unabhängige Fundstellen zeigen für die m-Spalte exakt dieselben Zahlen. Für alles andere in ISO 2768-1 gilt das nicht — dazu gleich mehr.

Praktisch heißt das: Dein Ø 20 aus dem Schriftfeld-Verweis hat die Grenzen 19,80 und 20,20. Ein 45er Absatz liegt zwischen 44,70 und 45,30. Und die Gesamtlänge 380 einer Welle darf zwischen 379,50 und 380,50 liegen — was, nebenbei bemerkt, deutlich mehr Luft ist, als die meisten glauben.

Die Bereichsgrenze gehört zum unteren Bereich. Ein Maß von genau 30 mm fällt in „über 6 bis 30", also ± 0,20 — nicht in „über 30 bis 120" mit ± 0,30. Das ist der Zahlendreher, der in Messberichten am häufigsten passiert, und er fällt beim Prüfen des Kunden sofort auf, weil die Toleranzspalte dann nicht zum Nennmaß passt.

Der zweite Buchstabe: was „ISO 2768-mK" zusätzlich sagt

Steht im Schriftfeld nicht „ISO 2768-m", sondern „ISO 2768-mK" oder „ISO 2768-fH", dann sind zwei Dinge gleichzeitig festgelegt. Der Kleinbuchstabe ist die Klasse für Längen- und Winkelmaße aus Teil 1. Der Großbuchstabe — H, K oder L — ist die Klasse für Form- und Lagetoleranzen aus dem alten Teil 2: Geradheit, Ebenheit, Rechtwinkligkeit, Symmetrie und Lauf.

Für die häufig verwendete Klasse K liegen die Werte je nach Nennmaßbereich etwa bei 0,05 bis 0,8 mm für Geradheit und Ebenheit, 0,4 bis 1 mm für Rechtwinkligkeit und 0,6 bis 1 mm für Symmetrie. Der Rundlauf ist bei K unabhängig vom Nennmaß festgelegt. Wichtig für den Messbericht: Diese Toleranzen erscheinen nirgends auf der Zeichnung als Symbol — sie gelten trotzdem, für jede Fläche und jede Achse, die keine eigene Form- oder Lagetoleranz trägt.

Der zweite Buchstabe hängt normungsseitig in der Luft. ISO 2768-2 wurde 2021 durch die ISO 22081 ersetzt. Die DGQ formuliert es in ihrem Fachbeitrag zur Zurückziehung sehr direkt: Die Anwendung der DIN ISO 2768-1 und -2 „für Abstände, Form-, Orts-, Richtungs- und Lauftoleranzen" sei „nicht mehr zulässig", weil die alten Allgemeintoleranzen zu mehrdeutigen Zeichnungen führen. Der Beitrag stammt allerdings aus der Zeit um Ende 2020 — er beschreibt den Übergang, nicht den heutigen Stand von Teil 1, der aktuell neu herausgegeben wird (siehe unten).

Wer jetzt denkt „dann schreibe ich eben ISO 22081 hin" — so einfach ist es nicht. Die beiden Normen sind nicht austauschbar. ISO 22081 enthält überhaupt keine nennmaßabhängigen Zahlenwerte. Sie gibt ein Anwendungskonzept vor: eine allgemeine geometrische Spezifikation über eine Flächenprofiltoleranz in einem vollständigen Bezugssystem, eingetragen im Schriftfeld beziehungsweise in der technischen Produktdokumentation. Die Zahlenwerte liefert in Deutschland die DIN 2769 mit den Toleranzklassen A bis K, die ausdrücklich „immer in Verbindung mit der ISO 22081 anzuwenden" ist.

Der Unterschied ist konzeptionell: ISO 22081 verlagert die Festlegung der Werte in die Verantwortung des Konstrukteurs, DIN 2769 bietet ihm dafür Standardwerte an. Für dich am Messgerät bedeutet das eine schlichte Erkennungsregel — bei einer ISO-22081-Zeichnung steht der Bezugsrahmen im Schriftfeld, nicht eine Tabellenklasse. Wenn du dort ein Profilsymbol mit Bezugsbuchstaben siehst statt eines Kürzels wie „mK", hast du eine Zeichnung nach neuem Konzept vor dir und musst die Form- und Lagemerkmale entsprechend aufnehmen.

Vorsicht bei Tabellen aus dem Netz

Jetzt der unangenehme Teil, und der ist nicht behauptet, sondern durch direkten Quellenvergleich belegt: Die frei verfügbaren ISO-2768-Tabellen im Netz widersprechen sich. Nicht bei den Längenmaßen der Klasse m — die sind stabil — sondern bei den Nebentabellen für gebrochene Kanten, Rundungshalbmesser, Fasenhöhen und Winkelmaße.

Konkret: Vier für diesen Artikel geprüfte Quellen zeigen drei verschiedene Lesarten. Eine Quelle nennt für Kanten drei Nennmaßbereiche und teilt sich f und m sowie c und v jeweils einen Wert. Eine zweite weist getrennte f- und m-Werte aus. Eine dritte kennt fünf Nennmaßbereiche bis 120–400 mm. Bei den Winkelmaßen dasselbe Bild: Eine Quelle gibt für einen kürzeren Schenkel bis 10 mm ± 1° für f und m gemeinsam an, eine andere ± 1°30' für m allein.

Die Ursache ist banal und erklärt das Muster vollständig: In der Originalnorm haben die Tabellen für Kanten und Winkel zusammengefasste Zellen — f und m teilen sich eine, c und v teilen sich eine. Wer diese Tabelle abschreibt oder automatisiert ausliest, verliert die Zellzusammenfassung, und die Spalte verrutscht um eins. Danach sieht die Tabelle vollkommen plausibel aus und ist falsch.

Handlungsregel: Die m-Spalte für Längenmaße kannst du aus jeder seriösen Quelle übernehmen — sie ist mehrfach unabhängig bestätigt. Für gebrochene Kanten, Fasen, Rundungshalbmesser und Winkelmaße gehst du in die Originalnorm oder fragst beim Kunden nach. Ein PDF vom Zulieferer-Server ist dafür keine ausreichende Grundlage. Deshalb sind in diesem Artikel auch bewusst keine Kanten- und Winkelwerte abgedruckt.

Welche Maße gehören damit in den EMPB?

Die Frage taucht bei jeder Zeichnung mit Allgemeintoleranz auf, und die Antwort ist unbequemer, als viele hoffen. Die Anforderung an einen vollständigen Maßbericht wird in der PPAP-Praxis so formuliert: einzutragen sind die tatsächlich gemessenen Ergebnisse „of all dimensions (except reference dimensions), characteristics and specifications as noted on the design record and Control Plan".

Übersetzt: alle Maße außer Referenz- und Hilfsmaßen. Es steht dort ausdrücklich keine Unterscheidung zwischen wichtigen und unwichtigen Maßen, und es steht dort auch nichts von einer Ausnahme für Maße, deren Toleranz aus dem Schriftfeld kommt. Ein Maß mit Allgemeintoleranz ist ein Maß.

Was raus darf

  • Hilfsmaße in Klammern — sie sind Referenzmaße und ausdrücklich ausgenommen. Sie ergeben sich rechnerisch aus anderen Maßen und werden nicht separat geprüft.
  • Theoretisch genaue Maße im Kästchen (TED-Maße) — sie bekommen keine Allgemeintoleranz. Sie sind Bezugsmaße für eine Lagetoleranz; geprüft wird die Lagetoleranz, nicht das Kästchenmaß. (Praxis-Einordnung — die zitierte Quelle nennt nur Referenzmaße explizit.)

Was rein muss

Alles andere. Jeder Durchmesser, jede Länge, jeder Absatz, jede Bohrung, jeder Winkel — auch wenn an keinem davon eine eigene Toleranz steht. Das heißt in der Konsequenz auch: Diese Maße werden balloniert wie alle anderen Merkmale, bekommen eine Nummer auf der Zeichnung, tauchen mit dieser Nummer im Protokoll wieder auf und haben dort einen Istwert stehen.

Wie so eine Zeile im fertigen Bericht aussieht, zeigt der durchgerechnete EMPB einer Drehteil-Welle — dort ist unter anderem ein Ø 30 ±0,2 aus genau dieser ISO-2768-m-Logik aufgeführt, neben den Passungsmaßen h6 und der Rundlauftoleranz.

Abgrenzung nach oben: Ein Maß mit Allgemeintoleranz ist per Definition kein Sondermerkmal. Wo die Grenze verläuft und was sich ändert, sobald der Kunde ein Maß als CC oder SC kennzeichnet, steht in der Übersicht zu CC, SC, Major und Minor.

Der häufigste Ablehnungsgrund: „ISO 2768-m" in der Toleranzspalte

Das ist eine Beobachtung aus der Praxis, keine Normvorgabe — aber sie wiederholt sich zuverlässig: Ein Messbericht wird zurückgewiesen, weil in der Toleranzspalte bei zwölf Maßen „ISO 2768-m" steht statt einer Zahl.

Der Grund ist nachvollziehbar, wenn man die Seite des Prüfers einnimmt. Er hat deinen Bericht vor sich und will pro Zeile in zwei Sekunden entscheiden, ob der Istwert drinliegt. Steht dort ein Normverweis, muss er für jede einzelne Zeile das Nennmaß im Kopf einem Bereich zuordnen und in einem Tabellenbuch nachschlagen. Das macht er nicht — er schickt den Bericht zurück.

Merkmal Toleranz Ist Urteil
Ø 20 ISO 2768-m 20,05
Ø 20 +0,20 / −0,20 20,05 i.O.

Die zweite Zeile ist selbsterklärend: 19,80 bis 20,20, gemessen 20,05, passt. Für die erste Zeile braucht der Prüfer eine Tabelle, und er weiß nicht einmal, ob du dieselbe benutzt hast wie er.

Sauber ist deshalb: Die Norm einmal im Kopfbereich des Berichts nennen („Allgemeintoleranzen nach ISO 2768-m") und in jeder Zeile den ausgerechneten Wert eintragen. Das ist keine Doppelung, sondern die Trennung von Herkunft und Wert. Weitere Formfehler dieser Art — abgehakte Nachweise ohne Anlage, „i.O." statt Istwert — stehen in der Übersicht zu den Pflichtinhalten eines Erstmusterprüfberichts.

Was die Neuausgabe ändert — und warum das die Bewertung kippt

Stand 26.08.2026, nach Angabe des Fachverbands Metallhandwerk: Die ISO 2768 befindet sich seit dem 2. Juni in der ISO-Publikationsphase. Die deutsche Ausgabe DIN EN ISO 2768 wird für das vierte Quartal 2026 erwartet, am ehesten November oder Dezember; bei Verzögerung Anfang 2027. Das ist eine Prognose des Fachverbands, kein Termin.

Inhaltlich bleibt vieles beim Alten: Die bekannten Tabellen bleiben erhalten, die Norm wird an das ISO-GPS-System angepasst und ihr Anwendungsbereich klarer eingegrenzt. Für die Bemusterung ist aber eine einzelne Änderung entscheidend.

Die Funktions-Ausnahme entfällt. Bisher galt: Ein Werkstück ist trotz Überschreitung einer Allgemeintoleranz nicht zurückzuweisen, solange keine Beeinträchtigung der Funktion nachgewiesen wurde. Diese Regel fällt weg. Sinngemäß aus dem informativen Anhang B.4 der Neuausgabe: Entsprechend dem ISO-GPS-System ist ein Teil nur dann konform, wenn es alle spezifizierten Anforderungen erfüllt. Quelle: Fachverband Metallhandwerk zum Stand der Neuausgabe. Solange die Neuausgabe nicht erschienen ist, gilt sie nicht — planen kann man aber schon jetzt damit.

Für den EMPB ist das der Punkt, an dem Bewertungen kippen. Das Argument „liegt zwar 0,05 mm über der Allgemeintoleranz, die Funktion ist aber nachweislich gegeben" ist bisher ein tragfähiger Weg gewesen, ein Maß nicht als n.i.O. eintragen zu müssen. Nach der Neuausgabe trägt es nicht mehr. Außerhalb der Allgemeintoleranz heißt dann schlicht: n.i.O., und damit Sonderfreigabe oder Nacharbeit — genau wie bei einem Maß mit eingetragener Toleranz.

Dazu kommt eine Falle, die in der Praxis noch unterschätzt wird: undatierte Angaben. Steht auf einer zehn Jahre alten Zeichnung nur „ISO 2768-m" ohne Jahreszahl, ist nach Erscheinen der Neuausgabe nicht mehr eindeutig, welche Lesart gilt. Die Empfehlung des Normungsgremiums ist deshalb, die anzuwendende Ausgabe im Vertrag oder in der technischen Klärung festzuhalten. Für Lohnfertiger heißt das ganz konkret: Bei Altzeichnungen mit undatiertem Schriftfeld-Verweis lieber einmal beim Kunden nachfragen, als sich später über eine unterschiedliche Bewertung zu streiten.

Checkliste für die nächste Zeichnung mit Allgemeintoleranz

  1. Schriftfeld vollständig lesen. Toleranzklasse (f/m/c/v), zweiter Buchstabe (H/K/L) — und steht eine Jahreszahl dabei? Wenn nicht: notieren, das wird ab Q4 2026 relevant.
  2. Prüfen, ob überhaupt ISO 2768 gilt. Findest du im Schriftfeld statt eines Klassenkürzels eine Flächenprofiltoleranz mit Bezugssystem, arbeitest du nach ISO 22081 / DIN 2769 und brauchst eine andere Herleitung.
  3. Alle Maße ohne eigene Toleranz markieren. Das sind die Kandidaten für die Allgemeintoleranz.
  4. Klammermaße aussortieren. Referenzmaße sind vom Messbericht ausgenommen, Kästchenmaße bekommen keine Allgemeintoleranz.
  5. Für jedes verbleibende Maß den Nennmaßbereich bestimmen und den ± -Wert aus der m-Tabelle eintragen. Achtung an den Bereichsgrenzen: 30 gehört zu „über 6 bis 30".
  6. Form und Lage nicht vergessen. Ist ein zweiter Buchstabe angegeben, gelten Geradheit, Ebenheit, Rechtwinkligkeit, Symmetrie und Lauf auch ohne Symbol auf der Zeichnung.
  7. Bei Kanten, Fasen und Winkeln die Originalnorm gegenlesen oder beim Kunden nachfragen — die Netz-Tabellen sind an dieser Stelle nachweislich uneinheitlich.
  8. Grenzwertige Maße vorher ansprechen. Wenn ein Maß knapp außerhalb liegt, ist die technische Klärung vor der Einreichung der bessere Weg als eine Überraschung im Bericht — erst recht, wenn die Funktions-Ausnahme demnächst wegfällt.

Fazit

„ISO 2768-m" im Schriftfeld ist kein Freifahrtschein, sondern eine Tabellenreferenz. Für den Erstmusterprüfbericht folgt daraus dreierlei: Die Maße werden balloniert und gemessen wie alle anderen auch. In der Toleranzspalte steht der ausgerechnete Zahlenwert, nicht der Normverweis. Und die m-Werte für Längenmaße kannst du übernehmen — bei Kanten, Fasen und Winkeln lohnt der Blick in die Originalnorm, weil die frei verfügbaren Tabellen sich dort widersprechen.

Der zweite Buchstabe verdient besondere Aufmerksamkeit, weil er auf einen zurückgezogenen Normteil verweist: ISO 2768-2 ist seit 2021 durch ISO 22081 ersetzt, die Zahlenwerte liefert die DIN 2769. Wer auf einer neuen Zeichnung „mK" liest, sollte einmal nachfragen, welcher Rahmen wirklich gemeint ist.

Und der Punkt, den man sich für die nächsten Monate merken sollte: Wenn die Neuausgabe der ISO 2768 wie erwartet gegen Ende 2026 erscheint, entfällt die alte Regel, dass ein Teil ohne nachgewiesene Funktionsbeeinträchtigung nicht zurückgewiesen wird. Danach ist ein Maß außerhalb der Allgemeintoleranz einfach n.i.O. Wer heute schon so bewertet, muss dann nichts umstellen.

Allgemeintoleranzen automatisch ausgerechnet

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